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Spontanurlaub nach Madrid mit Besuch bei Real Madrid Basketball!

Stefan und ich im Touristenbus - spannend!


Nach den Klausuren hatten Stefan (wohnt über mir im Wohnheim) und ich Lust ein paar Tage Urlaub in einer Stadt zu machen, in der wir beide noch nicht waren. Nach kurzer Suche nach einem guten Flug stand die Wahl zwischen Dublin und Madrid. Da wir uns beide nicht entscheiden konnten, wollten wir dies vertagen und tranken noch gemütlich ein, zwei Bier... ;) Vielleicht wurden wir dann etwas leichtsinnig, aber wir buchten einfach - ohne viel nachzudenken - den Flug und das allerbilligste Hostel. Am nächsten Tag mussten wir dann erst noch einmal genau nachschauen, was wir da eigentlich gebucht hatten, da wir voller Reiselust keine einzige Rezension gelesen hatten :D

Ein bisschen Recherche ergab, dass das Hostel gar nicht so schlimm wäre und man in Madrid auch im Frühling schon einige coole Sachen machen und besichtigen kann. Also immerhin wahrscheinlich besser als Dublin, wo es vermutlich regnen würde.

 

Während Stefan sich sinnvoll auf die Reise vorbereitete, indem er nach U-Bahnen zum Flughafen schaute, sich über die Örtlichkeiten informierte, ... wollte ich eigentlich nur wissen was eine Tour durchs Bernabéu kostet. Auf der Suche nach dem Preis (viel zu teuer) für die Stadiontour sah ich die Möglichkeit Tickets für ein Basketballspiel von Real Madrid zu kaufen - für ein Spiel während unserer Reisezeit. Ohne nachzudenken schrieb ich Julio, einem Mitarbeiter von Real Madrid, den ich erst im Januar bei Adidas next Generation Tournament (hier mehr dazu lesen) kennen gelernt hatte, eine Mail mit der Frage, ob wir denn nicht vorbeikommen könnten. Da ich ja mittlerweile quasi im Team vom FC Bayern Basketball bin war es Julio möglich mir einen Fotopass und Stefan eine Freikarte hinterlegen zu lassen, sodass wir beide für umme hingehen konnten. 

Da ich ja schon eher viel fotografiere, wollte ich das auf dieser Reise etwas einschränken und nahm neben der Canon EOS 6d mkII mit den 24-70mm f2.8 noch die kleine Rollei mit, die ihr als fleißige Leser ja noch von meiner Fotostory aus dem Olympiapark kennt. Ihr kennt sie nicht? Schämt euch und klickt hier.

Ich hatte zwei Filme mit je 36 Bildern dabei. Vor jedem Foto hatte ich aber so Schiss, dass es nichts wird, dass der Moment meistens vorbei war und sich das Bild nicht mehr lohnte. Also hab ich nur eine Rolle vollgeknipst. Zu meiner Verteidigung, falls die Bilder wirklich kacke sind: Die Kamera hat als einzige elektronische Hilfe eine Belichtungsmessung. Für diese wird eine Batterie benötigt. Diese Batterie war vermutlich seit den 80ern in der Kamera. Sie hat bis letztes Jahr gehalten. Jetzt ist sie leer. Diese Batterie ist seit ein paar Jahren nicht mehr auf dem Markt. Fazit: Ohne Belichtungsmessung abschätzen welche Einstellung man braucht. Ich hatte zwar eine App auf dem Handy, die das angeblich kann, aber mal schauen, was draus geworden ist. Der Film wird gerade entwickelt und wenn ich die Bilder habe, dann gibt's nochmal ne Galerie dazu (auch, wenn die Bilder alle kacke sind :D).

Madrid an sich war ganz cool, zuerst haben wie eine Hop-on-hop-off-Tour gemacht, bei der wir nicht gehopt sind und am nächsten Tag haben wir einige Sachen nochmal näher angeschaut. Den Retiro-Park, in dem man alle paar Minuten Gras angeboten bekommt, die Stierkampfarena, die Fußballstadien von Real und Atletico (von außen, weil innen zu teuer), den Park am Fluss, dessen Name ich vergessen hatte, einen Aldi, die Calle Gran Via, den Palast, den Adidas Store, verschiedenste Plätze und zwischendurch immer die Metro. Metro... Vermutlich aufgrund des Alters dieser, sind die Gänge ziemlich lustig, es geht quasi kreuz und quer durch den Untergrund, mal eine Treppe hoch, dann wieder ein bisschen links und nach unten, dann fährt man eine Station weiter und muss beim Aussteigen gefühlt 50 Höhenmeter überwinden, wieder wo anders ist die Decke so niedrig, dass man den Kopf einziehen muss. Ein wahres Erlebnis.

Hier ein paar Bilder (draufklicken nicht vergessen, dann erfahrt ihr, was ihr seht):

Kulinarisch ließen wir uns natürlich auch von unserem Allinclusive-Paket des 16,99€/Nacht Hostels verwöhnen. Zu Essen gab es eine Gemeinschaftsküche, die wir beide bis heute nicht angeschaut haben. Stattdessen waren wir gleich zwei Mal in der Fastfood-Kette "Pans & Company", in der man verdammt leckere Baguettes essen kann. Zuerst dachten wir es sei ähnlich wie Subway, aber da kann die Kette, die die  meisten Fastfood-Filialen weltweit hat einstecken. Um beim Fastfood zu bleiben waren wir in einem Burgerladen namens "Steak 'n' Shake", wo es ähnlich wie in den amerikanischen "Shake Shack" Burger + Pommes + Milkshake gibt.

Damit wir wenigstens ein Mal spanisch essen waren, folgten wir dem Rat von Julio, die Calle de Barcelona aufzusuchen, da es dort einige kleine Restaurants gibt, die leckeres Essen machen. 

Wir entschieden uns für ein drei Gänge Menü, das eine Bohnensuppe mit Chorizo, einen spanisch zubereiteten Hähnchenschenkel mit matschigen Pommes (Foto davon gibt's, wenn es geklappt hat mit der Rollei Kamera) und zum Abschluss einen Kaffee beinhaltete. Als Vorspeise gab es Chips mit 'nem Streifen Fisch drauf. Die Chips und den Kaffee hab ich zusammen mal als einen Gang gerechnet, damit sich das oben besser anhört. Nachdem wir die Suppe fast gegessen hatten, versuchten wir erneut die Speisekarte zu übersetzen, da wir schon so satt waren, dass wir dachten wir hätten zwei Hauptgerichte bestellt. Bis heute wissen wir nicht, was da genau in der Karte stand, aber bezahlt haben wir nur 11€ inklusive Getränk, was für die Menge an Essen viel zu billig war. Hier der Link zum Restaurant.

Wenn wir nur schnell unterwegs etwas gegessen haben, bedienten wir uns der Supermarktkette "dia %", in der es immer leckeren Jamon oder Chorizo gab.

Für einen Gruß in die Heimat waren wir auf der Suche nach Postkarten und entdeckten welche mit wunderbar tollem Sternenhimmel. Wir kauften sie nicht, weil sie ungefähr so realistisch aussah, wie wenn Stefan schlecht fotografiert und ich noch schlechter bearbeite.

Abends am Basketballspieltag konnten wir am Presseeingang Julio treffen und in den WiZink-Center gehen. Dieser ist schon beeindruckend! Eine Maximalkapazität von 15000 Fans bei Basketballspielen, da bin ich aus München nur 8500 Plätze weniger gewohnt. Das Spiel war ein Euroleague Spiel gegen Mailand, also die beste europäische Liga, in der die Bayern ja auch spielen. Daher wollte/konnte ich keine Partei für ein Team ergreifen, was auch nicht nötig war, denn beide Teams spielten quasi auf Augenhöhe und nur ein kleiner Fehlwurf in letzter Sekunde verhinderte die Overtime und führte Real zum Sieg.

 

Die Basketball Arena WiZink Center von außen.
Die Basketball Arena WiZink Center von außen.
Oben Stefans tolle Sicht und und unten meine... bei der natürlich die ganze Zeit große Spieler die Sicht behinderten.
Oben Stefans tolle Sicht und und unten meine... bei der natürlich die ganze Zeit große Spieler die Sicht behinderten.

Genug geschwafelt, hier der Link zur Bildergalerie vom Basketballspiel:

 

... kleine Unterbrechung nochmal ... 

 

Das Fotografieren war auch nochmal etwas anders als in München, da ich ja nur eine Kamera mit einem Objektiv mit auf die Reise genommen hatte. Aber das ist kein großes Hindernis, wenn man sich vorher Gedanken gemacht hat was man eigentlich fotografieren will. 

Alles in allem war die Reise richtig super und wir wären gerne noch ein wenig länger geblieben. Auch das Hostel war unschlagbar. Für diesen Preis ein so sauberes, ruhiges und vor allem total Zentrales Hostel/ Hotel zu finden ist unglaublich. Traut euch einfach mal das Billigste zu nehmen.

Bis zum nächsten Mal!

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